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Created 19.06.2006
changed 15.11.2009
changed 13.06.2010
changed 18.08.2015

Spannungsversorgung der Benzinpumpe bzw. Kraftstoffpumpe

Halterung, Zapfen und Gummipuffer

Demontage alte Pumpe


Die Krafstoffpumpe des 1600i

Die VW Nummer der Pumpe ist BAA 919 051 C. Die Pumpe selber befindet sich im Vorderwagen unterhalb des Tanks hinter der Vorderachse. Und hier die Daten der Benzinpumpe mit Anschlußbelegung original von Pierburg:

1 - Überlauf und Entlüftung zum Kraftstofftank
2 - Ausgang (Vorlauf) Kraftstoff
3 - Rücklauf vom Kraftstoff-Druckregler
4 - Eingang vom Kraftstofftank

Hier die originale PDF Datei in Englisch.

Hier die originale PDF Datei in Deutsch.

Die Pumpe selber hat einen Trockenlaufschutz. D.h. ohne Spritt funktioniert sie nicht. Ein Test der Pumpe ist deswegen nur mit gefülltem Gehäuse möglich. Ich habe auch schon Rückmeldungen über defekte Pumpen nach Trockenlaufen durch einen leeren Tank bekommen. Man sollte die Pumpe also wirklich nicht ohne Befüllung ausprobieren !!!

Eine funktionierende Pumpe muss im "Leerlauf" ca. 4 Ampere und unter Last (diese kann man durch zusammendrücken des Förderschlauches erreichen, aber etwas vorsichtig sein, damit die Schläuch nicht unter zuviel Druck abgehen) ca. 5 Ampere ziehen.

Das Öffnen des Gehäuses ist ohne Schwierigkeiten möglich. Die Dichtungen (eine große am Gehäuse und eine kleine an der Pumpe) gehen aber sofort auseinander und lassen sich so nicht mehr sofort verwenden. Wenn man 1-2 Tage wartet, werden die Dichtungen wieder kleiner und machen auch wieder dicht. Wenn jemand unbedingt diese Dichtungen braucht, ich habe einige vorrätig. Da es aber keines der Einzelteile der Pumpe als seperates Ersatzteil gibt, bleibt bei einem Defekt der Pumpe nur der komplette Tausch der ganzen Einheit.

Original ist eine Pierburg Pumpe verbaut. Diese kann die Nummer 7.21868.00, 7.21926.00 oder 7.21926.52 haben.
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Funktions-Schema

Von den zur Zeit (11-2009) neu erhältlichen Pierburg-Pumpen entspricht die 1600i-Pumpe am ehesten der E2T 7.21287. Ersetzen kann man sie mit dieser aber in keinem Fall !

Wichtig:

Nach allen Arbeiten bitte unbedingt auf sicheren Sitz der Schläuche achten. Im Gegensatz zum "normalen" Käfer stehen diese Schläuche unter Druck und müssen daher auf jeden Fall mit guten Schlauchklemmen gesichert werden. Der verwendete Schlauch muss auf jeden Fall druckfest sein !!!

Die Polung des Spannungsanschlusses der Pumpe ist auch an den Seiten des Pumpensteckers eingeprägt.

Einzelteile der Kraftstoffpumpe

Gehäuseunterteil (1), darin sitzen in drei Aufnahmen Lagergummis (2) zur Befestigung an der Halterung auf der rechten Seite des Rahmenkopfes. In eine umlaufende Nut des Gehäuseunterteiles wird der O-Ring (3) eingelegt.
Die Kraftstoffpumpe (4) sitzt im Grobsieb (5). Das Grobsieb wird über den Ausgang der Kraftstoffpumpe geschoben. Der O-Ring (6) sitzt im Oberteil (7) und dichtet die Kraftstoffpumpe gegen das Gehäuse ab. Mit den fünf Schrauben (8) wird das Oberteil mit dem Unterteil verschraubt.

Die 5 Schrauben bilden ein ungleichseitiges Fünfeck, d.h. Oberteil und Unterteil passen nur in einer Position korrekt zusammen

Achtung: Wird eine bereits verwendete Pumpe geöffnet und zerlegt, so gehen die O-Ringe auseinander. Siehe auch Text weiter oben.


Spannungsversorgung der Benzinpumpe

Die Benzinpumpe wird über das Benzinpumpenrelais (Nr. 80) angesteuert. Das Benzinpumpenrelais seinerseit wird auf der Plus-Seite durch das Zündschloß (Sicherung S7) versorgt, die Masse-Seite wird über das Steuergerät (Pin 3) angesteuert. Wird die Zündung eingeschaltet (ohne Motorstart) so sollte die Benzinpumpe für ca. 1 Sek. laufen, da das Steuergerät in diesem Fall aber keine Impulse vom Hallsender (im Zündverteiler) bekommt, schaltet diese die Masseleitung zum Benzinpumpenrelais nach ca. 1 Sek. wieder ab. Wenn die Benzinpumpe nach Einschalten der Zündung (ohne Motorstart) dauernd läuft, so ist entweder der entsprechenden Ausgang im Steuergerät defekt oder es ist anstatt des Alarmmodules eine falsche Brücke gesetzt worden. Bei selbstgestrickten Kabelbäumen könnte auch der Pin 1 am Steuergerät dauernd auf 12 Volt liegen statt mit der Anlasserleitung verbunden zu sein. Beim Anlassen schaltet das Steuergerät die Benzinpumpe auch ohne Signal vom Hallsensor ein. Zum Erkennen dieser Situation dient der Eingang am Pin 1 des Steuergerätes.

Das Relais selber schaltet 12 Volt (von Sicherung S12) über eine eigene Sicherung am Relais an die Benzinpumpe. Die Masseleitung der Benzinpumpe geht auf eine Masseverbindung am Armaturenbrett.

Der 12 Volt Ausgang des Relais's führt vor der Sicherung auch noch zur Spannungsversorgung der Einspritztventile.

Nach der Sicherung am Benzinpumpenrelais erfolgt auch noch eine Verdrahtung zur Spannungsversorgung der Lambdasondenheizung (Pin 3 am Lambdasondenstecker). D.h. wenn diese Sicherung durchbrennt kann es entweder die Benzinpumpe, die Lambdasonde oder ein Kurzschluß an einem Kabel sein.


30.06.2009

Der Stecker vom Kabelbaum an die Benzinpumpe müsste 191 906 232 A sein.

(29.09.2009 Rückmeldung von M.Stein... , die Nummer ist richtig, Danke)

1 x 191 906 232 A - Gehäuse, Plug Housing

1 x 171 959 459 - Schutzhülle, Protective Cap

2 x 000 979 306 - Kontakte, Pin Connectors



Eingebaute Benzinpumpe, nur der Schlauch zum Tankanschluss fehlt


Halterung, Zapfen und Gummipuffer

Die Stifte sitzen bei ca. 77, 197 und 317 Grad

Zapfen

Gummipuffer


Demontage alte Pumpe

Solltet ihr solch eine alte Pumpe mit total rostigen Schrauben demontieren wollen, so versucht bitte nicht die Schrauben als erstes auzudrehen. Das geht ziemlich sicher schief. Die Schrauben sind im Kunstoff festgerostet. Das führt dann entweder zum Abrechen der Schraube oder zum Ausbrechen des Kunstoffgehäuses.

Als Erstes etwas rostlösende Schmierung drauf und dann jedem Schraubenkopf (mit Gegenhalt) einige zarte Schläge mit einem kleinen Hammer verpassen. Das öfter wiederholen, wer Zeit hat sollte sich durchaus einen Tag dafür nehmen.

Dann die Schraubenköpfe säubern und die Schrauben ausdrehen. So hat das bei mir immer funktioniert.

Sollte dennoch eine Schraube brechen, dann das Oberteile abnehmen und mit dem Hammer direkt auf den Schraubenstumpf schlagen und schmieren. Dann den Schraubenstumpf mit einer guten Zange ausdrehen.

Die Schrauben selber haben 4mm Durchmesser und ca. 26mm Länge über alles. Entweder mit Torx oder Kreuzschlitzkopf und einem Gewinde für Kunststoff.

Das sollte dann nicht geschehen